Schweidnitz (Swidnica)

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Verläßt man Breslau südwärts, überquert die Autobahn und biegt gleich danach nach rechts ab und bleibt danach auf der Hauptstraße, so kommt man nach ca.50 km nach Schweidnitz (Swidnica).

Wie bei den meisten schlesischen Landstädten fehlt auch hier die Gründungsurkunde. 1243 wird die Stadt erstmals erwähnt. Sie dürfte nach dem Mongolensturm 1241 als deutschrechtliche Siedlung entstanden sein. Als im Juni 1249 Papst Innocenz IV. den Kirchenbau der Minoriten in Schweidnitz mit der Gewährung eines Ablasses unterstützte, dürfte der Ort bereits ein stadtähnlicher Flecken gewesen sein.

Man hatte zu dieser Zeit eine neue Straße südöstlich der „Preseka“ (Grenzwald) angelegt, die durch das Schlesiertal nach Böhmen führte. Für Rast und Verpflegung der Fuhrleute sowie den militärischen Schutz benötigte man neue Ansiedlungen. Dazu gehörte neben Schweidnitz auch Striegau und Reichenbach. Schweidnitz, dessen Name sich wahrscheinlich von der „Swidnica“ dem alten Namen des dort fließenden Bögenwassers ableitet, dürfte auch bald die militärischen Aufgaben der in der Nähe gelegenen Kastellanei „Gramolin“, bei der Ortschaft Gräditz (Grodiziszcze), übernommen haben. Die Gründung erfolgte nach deutschem Recht und gehörte zunächst zum Herzogtum Schlesien-Breslau. Nach dem Tod Herzog Heinrichs IV. begründete der Vetter des Herzogs Bolko I. eine eigenständige Linie der Piasten mit der Residenz Fürstenstein und der Hauptstadt Schweidnitz. Die Herrschaft der „Bolkonen“, so wurde diese Linie der Piasten genannt, endete spätestens 1392 mit dem Tod der Witwe des Herzogs Bolko II, Herzogin Agnes v. Österreich. Doch schon zuvor waren die Weichen für die Zukunft dieses Erbherzogtum gestellt worden. Fast alle Herzogtümer Schlesiens hatten sich zuvor bereits unter die Lehenshoheit von Böhmen gestellt. Lediglich Schweidnitz hatte sich bisher erfolgreich dagegen gewehrt. Die Ehe Bolko II. war kinderlos geblieben und sein Mitregent Heinrich II. v. Schweidnitz hatte eine Tochter, die Anna v. Schweidnitz. Sie war die Erbin von Schweidnitz-Jauer. Aus dynastischen Gründen wollte Karl IV. Anna mit seinem Sohn Wenzel verheiraten. Als der jedoch bereits elf Monate alter Säugling starb, beschloss Karl IV. Anna von Schweidnitz selbst zu heiraten. So erfolgte die Trauung 1353 in Ofen in Ungarn, wo das Mädchen an einem Institut für Fürstentöchter erzogen wurde. Die kirchliche Einsegnung der Ehe fand dann allerdings in Schweidnitz statt. Noch im selben Jahr wurde sie in Prag zur böhmischen Königin, 1354 in Aachen zur römischen Königin und 1355 in Rom zur Kaiserin gekrönt. 1358 wurde in Prag die Tochter Elisabeth geboren und 1361 kam endlich der Thronfolger Wenzel in Nürnberg zur Welt. 1362, bei der Geburt ihres dritten Kindes starb die Kaiserin und der Weg für Karl IV. nach Schweidnitz und später auch nach Jauer war offen. Prag ließ nun das Herzogtum von Landeshauptleuten verwalten. Dies bekam der Stadt gar nicht schlecht, hatte sie doch keinerlei Anfeindungen von außen zu erwarten und so nahm sie einen bedeutenden, auch wirtschaftlichen, Aufschwung. Bereits seit 1345 war die Stadt mit einer festen Stadtmauer umgeben, die immer wieder verstärkt und ausgebaut wurde. 1370 konnte die Erbvogtei und 1434 die Landvogtei erworben werden. Ein eigenes Münzrecht besaß man sei 1290. Anfang des 14. Jhdts. begann man mit der Bierproduktion und bald war das Schweidnitzer Bier auch „Stöhr“ genannt überall bekannt und beliebt und ging in viele Länder wie Preußen, Polen, Russland, Ungarn, Böhmen, Süd-deutschland usw. In vielen Städten richtete man Trinkstuben ein, die man „Schweidnitzer Keller“ nannte. Der berühmteste dürfte wohl der in Breslau sein, der, obwohl schon seit Jahrhunderten dort kein Schweidnitzer Bier mehr ausgeschenkt wird, seinen Namen behalten hat. Doch um 1600 wurde der Stöhr immer schlechter und kein Mensch wollte ihn mehr trinken. Auch Versuche des Rats diesem Quali-tätsverfall Einhalt zu gebieten misslangen. Kamen keine Feinde von außen, so konnte man sich im Rat gut streiten. So fühlten sich die Handwerker gegenüber den Patriziern benachteiligt und so kamen die Streitereien über die Landeshauptmannschaft bis hin zum Kaiser nach Prag. Als dann auch noch Händel mit dem Adel aus den umliegenden Gütern anstand und die Schöffen von Schweidnitz sehr unüberlegt handelten, wurde die Stadt bestraft und man nahm ihr ein um das andere Privileg weg. Erst 1580 unter Kaiser Rudolf II. konnten sich die Schweidnitzer ihre Privilegien mit einer erklecklichen Summe zurück-kaufen.

Inzwischen hatte Luther in Wittenberg 1517 seine Thesen angeschlagen und ganz Schlesien übernahm die „neue Lehre“ einschl. der Erbfürstentümer. 1561 führte die Stadt offiziell die Reformation ein und bis auf die Nikolaikirche waren alle anderen evangelisch und die Klöster verlassen. Die katholischen Habsburger, seit 1526 Herrscher über Schlesien, unternahmen zunächst nichts, um diese Entwicklung zu stoppen, waren sie doch auf die Unterstützung der schlesischen Stände bei der Abwehr gegen die Türken an-gewiesen. Nachdem die Schlesier aber 1619 die Wahl des Kurfürsten Friedrich v. d. Pfalz zum böhmischen König unterstützten, bezogen die Habsburger gegenüber Schlesien eine neue Position. Für Schweidnitz hatte dies und der dreißigjährige Krieg verheerende Folgen. Die berüchtigten Liechtensteiner Dragoner als brutale Rekatholisierer, Wallenstein`sche Heere, damit einhergehend Feuerbrünste und schließlich die Pest vernichteten eine Stadt mit ca. 5 000 Einwohnern, fast so groß wie das damalige Breslau, fast zur Gänze, so dass am Ende des Krieges nur noch ca. 200 Menschen in Ruinen und notdürftig erbauten Holzhütten lebten. Trotzdem waren die Schweidnitzer bereits 1656 wieder in der Lage, wenn auch mit auswärtiger Unterstützung, vor den Mauern der Stadt die evangelische Friedenskirche, die Ihnen im Osnabrücker Friedensvertrag zugestanden wurde, aus Holz und Lehm und ohne Turm innerhalb eines Jahres zu errichten. Im Rat der Stadt durften von 1629 .- 1741 nur Katholiken sitzen. In den letzten und ersten Jahrzehnten des 17. und 18. Jahrhunderts erholte sich die Stadt langsam von ihrem riefen Nieder-gang. Doch 1740 mit dem Beginn der schlesischen Kriege und der Eroberung Schlesiens durch Friedrich II. v. Preußen begann eine neue Tragödie. Der preußische König beschloss auf Grund der Lage der Stadt zwischen Breslau und den wichtigen Sudetenpässen hier ein Magazin anzulegen und baute die Stadt mit großen Erdschanzen zur Festung aus. Ab 1640 war Schweidnitz Garnisonsstadt und beherbergte schwe-disches, österreichisches, preußisches, französisches, deutsches und später russisches und bis heute polnisches Militär. Im siebenjährigen Krieg wurde Schweidnitz trotz Festung zweimal von den Öster-reichern gestürmt und von den Preußen jeweils zurückerobert, wobei es immer wieder zu bedeutenden Schäden in der Stadt kam. Die Festung wurde auch über die napoleonischen Kriege hinaus, auch hier gab es wieder Gefechte um die Stadt, bis zum Jahr 1862 aufrecht erhalten. Erst ab dieser Zeit konnte sich die Stadt, nach Schleifung der Festung, neu entwickeln und ausdehnen. So kam 1844 erstmals eine Ei-senbahn nach Schweidnitz. Bedeutende Betriebe der Maschinen-, Elektro- und Rundfunkindustrie, eine Waggonfabrik, Handschuh-, Möbel- und Spielzeugfabriken usw. kamen in die Stadt und verhalfen ihr zur Verdoppelung der Einwohnerzahl, wobei es auch zu zahlreichen Eingemeindungen umliegender Orte kam. 1945 fiel die Stadt der „Roten Armee“ fast unzerstört in die Hände und erlitt erst später einen Ge-bäudeverlust von ca. 30 %. Auch die Polen begannen erst spät mit der Restaurierung der Innenstadt, wobei hässliche graue Nachkriegsbauten das Gesamtbild der Innenstadt immer wieder negativ beeinträchtigen.

 

 

Rathaus
Rathaus, Südwestecke
Foto: Joachim Lukas

 

Auch als Schulstadt hat Schweidnitz eine lange Tradition. War seit 1248 eine Ratsschule und später auch eine Lateinschule überliefert, so gab es seit 1664 ein Jesuitenkolleg. Die Protestanten gründeten nach der Altranstädter Konvention 1708 eine evangelische Lateinschule, die 1811 zu einem Gymnasium erweitert wurde. Eine städtische 1910 gegründete Realschule wurde 1937 zu einer Oberrealschule aus-gebaut und die 1865 gegründete Schule für „höhere Töchter“ wurde später zu einem Lyzeum ausgebaut. Außerdem hatte Schweidnitz zeitweise ein Lehrerseminar und verschiedene Lehreinrichtungen für Landwirte in seinen Mauern.

Zum Schluss soll noch an einige berühmte Schweidnitzer Söhne erinnert werden. Da ist zunächst Magister Johann Hoffmann, der in Prag Philosophie lehrte und 1413 Mitbegründer und Rektor der Leipzier Universität war. Von 1664 – 1742 lebte Dr. Sigismund Hahn, der als Mitbegründer der Wasserheilkunde gilt. Nicht unerwähnt soll der erfolgreichste Jagdflieger des ersten Weltkrieges Manfred v. Richthofen sein.

 

 

 

 

Stadtplan
 

 

                                                       1. Rathaus und Theater   
                                                       2. Dreifaltigkeitssäule und "Gabeljürge"
                                                       3. Kath. Stadtpfarrkirche  
                                                       4. Grundhof am Niedertorplatz  
                                                       5. Kreuzkirche mit ehem. Spital                                            

                                                       6. Ev. Stadtpfarrkirche
                                                       7. Hauptbahnhof

                                                       8. St. Josefskirche mit Ursulinerinnenkloster

                                                       9. ehem. ev. Garnisonskirche

                                                      10. ehemalige Barbarakirche

                              

Rundgang: Von Breslau kommend biegt man von der Hauptstraße (E261) links in die Breslauer Str. (Wroclawska) ein, fährt bis ziemlich zur Stadtmitte und dann rechts in den Berg hinauf in die Untere Bolko Str. (Saperów) und man biegt gleich danach wieder links in die Äußere Kirchstr. (Przyjaciól Zolnierrza) ein stellt hier das Auto ab.

Man steht nun direkt vor dem Friedhof, in dessen Mitte die evangelische Friedenskirche liegt. Auf dem Friedhof sind teilweise noch deutsche Gräber vorhanden und vorbei am Torhaus, heute eine kleine Gaststätte, erhebt sich nach wenigen Schritten die Friedenskirche, die 2002 von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Die Kirche, die ein Längs- und ein Querschiff hat ist 44 m lang und 30,5 m breit. Sie wurde von ab 1656 in einem Jahr nur aus Holz und Lehm, gemäß kaiserlicher Weisung, erbaut und hat mit drei übereinanderliegenden Emporen, nach Aussage des Kirchenführers, 3.500 Sitz- und

4.000 Stehplätze. Eine wertvolle barocke Innenausstattung, wobei der Altar, die Kanzel und der Orgelprospekt besonders erwähnt werden soll. Die besonders prächtige Fürstenbergloge oberhalb des Brautportals zeigt, dass sich auch der Adel sich bei diesem Kirchenbau eingebracht hat. Etwas abseits der Kirche und völlig schmucklos steht der 1708 errichtete Glockenturm. In den übrigen Gebäuden, die in diesem Areal noch stehen, waren Wohnungen und Schulen untergebracht.

 

 

Friedenskirche
Friedenskirche von Osten mit Sakristeianbau
Foto: Joachim Lukas

 

Danach verlässt man das Gelände und geht in Richtung Stadtmitte, überquert die Moltkestr. (ul. Pierwszego Maja) und kommt in die Peterstr. (Bohaterow G.), wo links teilweise ruinöse Häuser oder Nachkriegsbauten stehen und rechts der alte Baubestand völlig vernichtet wurde und man an großen Brachflächen vorbeigeht. An der Hochstr. (Pulaskiego) angekommen, wendet man sich nun nach links und steht nach wenigen Metern auf dem Ring. Hier ist der alte Bausbestand größtenteils erhalten und in den letzten Jahren hat man die Häuser wieder restauriert und hergerichtet. In der Mitte an der Westseite steht das Rathaus. Den sonst üblichen Turm gibt es nicht mehr, er stürzte 1967 ein und wurde nicht wieder aufgebaut. Schon 1291 wird an dieser Stelle ein Kaufhaus erwähnt, das zugleich auch Rathaus war. Verschiedene Brände beschädigten es immer wieder und 1716 wurde es ganz vernichtet. So entstand das heutige Gebäude von 1717-1720 völlig neu in der barocken Form. Es nimmt die ganze Breite der inneren westlichen Bebauung des Ringes ein. Auf der Nordseite wurde ein bemerkenswerter Erker, der auf Säulen ruht, errichtet. Er diente früher der Ratskapelle als Altarraum. An der Nordwestseite des Rin-ges steht die Dreifaltigkeitssäule, die 1693 von Graf Zinzendorf gestiftet wurde. Unmittelbar daneben, erhebt sich der Neptunbrunnen, in deutscher Zeit wurden diese Brunnen in ganz Schlesien nur „Gabeljürge“ genannt. Er wurde 1732 erneuert und zeigt verschiedene Wappen z. B. das Wappen der Stadt, der Schaffgotsch, den habsburgischen Doppeladler, den böhmischen Löwen usw.

Man verlässt den Ring über die Friedrichstr. (Komunardów) und kommt an den Rand der Innenstadt zum Burgplan. Hier stand ursprünglich die Piastenburg, wo man in polnischer Zeit auch deren Rest ausgegraben hat. Gleich linker Hand an der Ecke stand ursprünglich die gotische Barbarakirche. Profaniert, diente sie seit 1817 als Magazin, wurde im Krieg stark beschädigt und existiert heute nicht mehr. Wenige Meter weiter steht die ehemalige evangelische Garnisonskirche auf dem früheren Burggelände, das 1676 an die Kapuziner für einen Klosterbau übergeben wurde. Verschiedene Gebäude, die auch an die Kirche angebaut sind, scheinen noch zu diesem Baubestand zu gehören.

Über die Kupferschmiedstr. (Marska) kehrt man wieder zum Ring zurück. Doch zuvor erkennt man mitten im Straßenzug die St. Josefskirche. Sie wurde 1730 im Stil des Barocks errichtet und erhielt zwischen 1754 – 1772 eine Rokokoausstattung. Die Fassade ordnet sich in die übrige Fassadenflucht völlig ein und nur der Schmuckgiebel und das barocke, figurengekrönte Portal verrät von außen die dahinterliegende Kirche. Das Gotteshaus gehörte zum Klosterkomplex der Ursulinerinnen, die den Grundstein für die Mädchenbildung in Schweidnitz legten.

Zum Ring zurückgekehrt, sieht man nun das Rathaus von der Südwestseite und stößt etwa in der Mitte der Südseite auf ein Gebäude mit relativ großen Fenstern im 1. und 2. Obergeschoss und im Erdgeschoss laden große offene Arkaden zum eintreten auf. Es ist der Eingang zum Stadttheater, das ähnlich wie in Jauer direkt am Rathaus anschließt.

Man geht nun zur Langstr. (Nowotki) und die Dächer der Häuser überragt der 104 m hohe Kirchturm der Stadtpfarrkirche St. Stanislaus und St. Wenzel mit seinen drei übereinanderliegenden durchbrochenen Laternen, die der Renaissance zugeordnet werden. Am Ende der Straße weitet sich nach rechts ein kleiner Platz, der Kirchplatz auf und das dreischiffige gotische Gotteshaus wird sichtbar. Man begann 1325, unter Bolko II., mit dem Bau und vollendete 1488 die basilikale Kirche. Es ist aber nicht auszuschließen, dass es hier einen Vorgängerbau gab, zumal sich unter dem Chor eine Krypta (Unterkirche) befindet, die in der Gotik eigentlich nicht mehr üblich war. Allerdings könnte für diese Bauart auch das nach Osten stark abfallende Gelände ein Grund dafür sein. Man betritt die Kirche über eines der mittleren gotischen Portale auf der Westseite, steht dann im stark überhöhten Mittelschiff mit einem beeindruckenden Rautengewölbe und ist überrascht, eine barocke Ausstattung zu sehen. Sie wurde um 1680, als die Jesuiten hier wirkten, in die Kirche gebracht. Doch der spätgotische „Marien-Tod-Altar“, eines der wertvollsten Ausstattungsstücke blieb erhalten. Er wurde von einem Veit-Stoß-Schüler in Anlehnung an den Krakauer Marienaltar für Schweidnitz geschaffen.

Nach Verlassen der Kirche geht man weiter ostwärts zum Niedertorplatz (Plac Wollnosci). Hier wo früher das Nieder- oder Reichenbacher Tor und als Torkapelle die Lorenzkirche stand, wendet sich der Blick zunächst nach Südosten, zur dortigen Kreuzkirche. Hier stand ursprünglich außerhalb der Stadtmauer seit 1267 das. sog Michaelisspital, das man 1283 den Kreuzherrn „zum roten Stern“ übergeben hatte. Aussätzigenspitäler für Frauen und Männer folgten an dieser Stelle 1299 und 1323. Sie brannten 1633 ab und die heutigen Gebäude wurden als Kommende für den Orden 1720 errichtet.

Der Blick schweift nun wieder zurück zur Stadtpfarrkirche und da ist man von der großen Baumasse des Gotteshauses beeindruckt und versteht, das man diese Kirche zu einer der größten gotischen Anlagen in Schlesien rechnet

Bevor man sich wieder der Stadt zuwendet und über die Hochstr. (Pulaskiego) zurück zum Auto geht, sieht man am Schnittpunkt der beiden Straßen Lang- und Hochstr. den "Grundhof", ein barockes Gebäude, das rechts und links am Giebel als Wahrzeichen je einen Stier zeigt. Heute wie auch in deutscher Zeit war und ist dies der Standort für die Apotheke.

Man wandert nun über die Hochstr. zurück zum Parkplatz, nicht ohne vorher auf der linken Seite der Straße noch ein Haus mit schöner barocker Fassade zu beachten, das aber dringend der Renovierung bedarf.

Damit soll dieser Rundgang abgeschlossen werden. 
Joachim Lukas

 

 

 

Literatur

„HANDBUCH  DER  HISTORISCHEN  STÄTTEN- Schlesien“ von Dr. Hugo Weczerka

„Reiseführer Schlesien“ von Heinrich Trierenberg

„Schlesien – eine Schilderung des Schlesierlandes“ Band 2von Dr. Franz Schroller

„DEHIO – HANDBUCH  DER  KUNSTDENKMÄLER  IN  POLEN – Schlesien“ Deutscher Kunstverlag 2005

 

 

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